Wie kommt der Strompreis zustande?

Der endgültige Strompreis für ein Unternehmen ergibt sich nach den jeweiligen Preisbestandteilen durch regional unterschiedlich berechnete Netzentgelte, zum anderen durch den örtlichen Wettbewerb und in diesem Zusammenhang auch durch das Wechselverhalten der Verbraucher. Die Netzgebühren werden auf Basis notwendiger Ausbau- und Stabilisierungsmaßnahmen kalkuliert, aber auch aufgrund anderer Kriterien, beispielsweise der regionalen Bevölkerungsdichte. Traditionell fallen die Netzentgelte im Osten Deutschlands spürbar höher aus als im Westen und liegen in Großstädten in der Regel unter dem Niveau ländlicher Regionen. 

Entscheidend für die Preisbildung ist auch der lokale Wettbewerb: Zwischen wie vielen Anbietern und Tarifen können Verbraucher wählen? Wie stark ist die Konkurrenz für den örtlichen Grundversorger? Wie viele überregionale Stromangebote sind verfügbar? Und wie häufig machen die Kunden von ihrem Recht auf freie Anbieterwahl Gebrauch? All diese Faktoren haben unmittelbaren Einfluss auf die Marktlage und den damit entstehenden Strompreis.